Stewardess - ein Traumberuf?
Stewardess oder heute auch Flugbegleiter genannt, war früher der Traumberuf vieler junger Mädchen. Man verband damit die Sehnsucht nach der großen weiten Welt. Die Realität sieht jedoch etwas anders aus. Zwischen den Flügen bleibt nicht viel Zeit, sich die fremden Länder anzuschauen und an einen Urlaub ist noch weniger zu denken. Oft ist man über Nacht in einem Hotel in Flughafennähe und am nächsten Tag geht es im Flugzeug weiter um die Welt. Soziale Kontakte und die Familie, die in der Heimatstadt zurückbleiben, muss man oft vernachlässigen, so dass die Gefahr einer gesellschaftlichen Isolation entsteht. Häufig bleibt dann nur der Kontakt zu anderen Flugbegleitern.
Aufgaben des Bordpersonals
Die Hauptaufgaben des Bord- oder Kabinenpersonals, dem die Flugbegleiter zugeordnet werden, bestehen in der Betreuung der Passagiere. So zum Beispiel in dem Servieren der Speisen und Getränke an Bord. Zudem sind die Flugbegleiter vor allem dafür verantwortlich, dass die Sicherheit jedes einzelnen an Bord gewährleistet wird. Sie erklären zu Beginn des Fluges die Maßnahmen, die es im Notfall zu ergreifen gilt. So zeigen sie beispielsweise den richtigen Umgang mit den Atemmasken im Falle eines Luftdruckabfalls und den richtigen Gebrauch der Rettungswesten. Sie sind auch dafür verantwortlich im Notfall das Flugzeug zu evakuieren und für einen sicheren und zügigen Rettungsablauf zu sorgen.
Ausbildung zur Stewardess
Laut deutschem Gesetz sind Flugbegleiter keine formal qualifizierten Arbeitskräfte, da die Mindestkriterien eines Ausbildungsberufes nicht erfüllt werden. Dazu zählen die Mindestausbildungsdauer, der ökonomische Nutzen und die Zukunftsperspektive. Die Ausbildung zum Steward oder zur Stewardess erfolgt nur in einem mehrwöchigen Grundkurs und die Abschlussprüfung wird firmenintern abgelegt und ist somit nicht staatlich anerkannt.