Lange Gesichter bei langen Wartezeiten
Im letzten Jahr war es besonders schön anzusehen: die langen Gesichter bei den Passagieren auf den Flughäfen. Es gab ja auch mehr als genügend Anlass dafür: erst spuckt ein weit entfernter Vulkan mit unaussprechlichem Namen Eyjafjallajökull Asche in die Luft, so dass niemand weiß ob Fliegen jetzt gefährlich ist, dann streiken wieder zahlreiche Vereinigungen von Fluglotsen und Piloten in ganz Europa und dann kam, wieder einmal vollkommen unerwartet im November, der Winter.
So etwas hatten wir noch nie!
Obwohl bereits im Winter 09/10 monatelang Schnee lag und wieder und wieder von oben vermehrt wurde, schien sich daran niemand mehr zu erinnern und jeder war zu geschockt um etwas zu tun. Flüge wurden spontan gecancelt und Menschenschlangen von mehreren hundert Metern standen an den Informationsständen der Fluggesellschaften. Glück hatte, wer da bequeme Sneaker trug, denn das Stehen dauerte selten weniger als 2 Stunden. Wer dann auch noch im Ausland saß und eine fremdsprachige Gesellschaft genommen hatte, war wirklich nicht zu beneiden.
Die einen wollen raus, die anderen rein.
Während viele Urlauber in die Sonne wollten, wollten viele einfach nur Heim. Dumm nur, dass die Flugrouten aus Schleifen bestehen und ein Flugzeug das in Berlin nicht gestartet ist natürlich auch nicht aus Madrid zurück kommen kann. Da möchte man am liebsten solange wie ein Kind mit dem Fuß auf den Boden stampfen, bis man seinen Willen kriegt. Oder neue billige Schuhe.